Akt

ist die Bezeichnung für die Darstellung des unbekleideten, menschlichen Körpers.

Altarbilder

wurden im Mittelalter zur Verzierung der Altäre hergestellt und zählen zur Sakralmalerei.

Anamorphose

bezeichnet die absichtlich verzerrte Darstellungsweise, die in der Decken- und Wandmalerei angewandt wurde, die man aber auch im Surrealismus noch verwendete.

Anatomiezeichnungen

gab es bereits in der Antike. Viele Künstler illustrierten anatomischen Skizzen, doch besonders bedeutsam sind die von Leonardo da Vinci.

Aquarellmalerei

bezeichnet das Malen mit wasserlöslichen Farben, die den Maluntergrund durchscheinen lassen.

Architekturmalerei

findet man bereits in der Antike. Gegen 1550 entwickelte sich die Darstellung von Bauwerken oder Innenräumen, die man auch Quadraturmalerei nennt. Der Übergang zur Vedutenmalerei ist fließend.

Ateliermalerei

bezeichnet im Atelier gemalte Landschaftsbilder. Der Begriff entstand im 19. Jahrhundert und wurde meist abwertend gebraucht.

Buchmalerei

oder Buchillustration genannt, gab es bereits 2000 v. Chr. in Ägypten, wo Buchrollen mit Malereien verziert wurden. Noch bis ins 13. Jahrhundert war die Buchmalerei allein den Schreibstuben der Klöster vorbehalten. Erst in der Gotik wandelte sich die Buchmalerei, da da auch weltliche Schreibstuben entstanden. Mit Erfindung des Buchdruck um 1450 wurde die Buchillustration abgelöst.

Camaieu

bezeichnet die Malerei, die ausschließlich mit einer Farbe und den dazugehörigen Zwischentönen arbeitet.

Deckenmalerei

erscheint entweder als geschlossene Bildfläche oder wird in einzelne Felder unterteilt. Die Darstellung ist dekorativ oder figürlich, der Innenraum wird illusionisch erweitert.

Federzeichnungen

zählen zu den ältesten Zeichentechniken die bekannt sind. Im Mittelalter verwendete man Geflügelfedern und erst seit dem 19. Jahrhundert sind Metallfedern gebräuchlich.

Felsbilder

oder Höhlenmalerei, bezeichnet in Fels- oder Höhlenwände geritzte, gemalte oder gemeißelte Symbole und Bilder.

Freilichtmalerei

steht im Gegensatz zur Ateliermalerei. Die Künstler skizzierten nicht nur im Freien, sondern vollendeten ihre Gemälde in der Natur.

Freskomalerei

zählt zu den frühen Maltechniken und wurde verwendet um auf Wände mit noch feuchten Kalkmörtelputz zu malen. Durch den Auftrag der kalkbeständigen Farben verbinden sich die Farbteilchen unlöslich mit dem Kalkputz. Vor Beginn der Arbeit wurde meist eine originalgroße Zeichnung angefertigt, die dann nur übertragen wurde.

Genremalerei

auch Sittenmalerei genannt, wird unterschieden in bürgerliches und höfisches Genre, Soldaten- und Bauerngenre, die alle das alltägliche Leben wiederspiegeln.. Einmalige Ereignisse zählen nicht dazu.

Gouachemalerei

auch Deckfarbenmalerei genannt, arbeitet mit deckenden Wasserfarben. Die Farbwirkung ist der, der Temperamalerei sehr ähnlich.

Grisaille

bezeichnet die Malerei, die ausschließlich mit Grautönen zwischen Schwarz und Weiß arbeitet.

Halbakt

ist die Bezeichnung für die Darstellung des halbentkleideten, menschlichen Körpers.

Heiligenbilder

gab es bereits in der frühchristlichen Malerei. Die Darstellung der Heiligen sollte vor allem ihrer Verehrung dienen.

Historienmalerei

auch Geschichtsmalerei genannt, behandeln vorwiegend biblische Themen, Szenen aus der Mythen- und Sagenwelt oder geschichtliche Ereignisse.

Kohlezeichnung

ist eine Handzeichnung mit einem Kohlestück oder -stift.

Kreidezeichnung

ist eine Handzeichnung mit einem Kreidestück.

Kupferstich

bezeichnet ein Verfahren, bei dem mit einem Grabstichel die Zeichnung in eine polierte Kupferplatte gegraben wurde. Die sich darin sammelnde Farbe, wurde von angefeuchteten Papier aufgesaugt. Es ist die älteste grafische Technik, nach dem Holzschnitt.

Landschaftsmalerei

charakterisiert die Darstellung der Natur. Sie wird unterschieden in Ideallandschaften und Reallandschaften. Die Bildgattung gehört der Profanmalerei an.

Lavierung

ist das Verwaschen oder Auftragen eines Farbtones, mit einem besonders nassen Pinsel um die malerische Wirkung zu steigern. Lavierte Zeichnungen nennt man auch Tuschzeichnungen.

Lithographie

ist ein Flachdruckverfahren, bei dem die Druckform aus Kalkschiefer besteht. Es wurde um 1800 erfunden und ermöglichte erstmals Massenproduktion.

Marinemalerei

ist eine selbstständige Gattung der Landschaftsmalerei, zu der die Darstellungen von Meer, Häfen, Strand oder Schiffen zählen.

Mosaik

oder Musivische Arbeit, bezeichnet die Dekoration von Wänden oder Böden, in deren Mörtelschicht kleine unregelmäßige Stein-, Glas- oder Keramikteilchen eingedrückt werden.

Ölmalerei

bezeichnet die Maltechnik, wo mittels Ölfarben auf verschiedene Untergründe wie Leinwand oder Holz gemalt wird. Bereits seit Beginn des 15. Jahrhunderts wird die Ölmalerei angewandt.

Pastellmalerei

ermöglicht das verreiben oder verwischen von Pastellkreide oder -stift. Die Farben sind sehr hell und geschmeidig. Die Bilder sind sehr empfindlich und müssen durch Glas oder ein Fixativ geschützt werden.

Pinselzeichnung

ist eine Maltechnik der Zeichenkunst. Sie reicht von Feinlinigkeit bis zur flächigen Gestaltung.

Porträtmalerei

auch Bildnismalerei genannt, ist eine Bildgattung aus der Profanmalerei. Sie beinhaltet ausschließlich die Wiedergabe von Personen oder Menschengruppen in Profil- oder Halbprofildarstellung, als Ganz- oder Halbfigurenbild.

Radierungen

zählen wie Kupferstiche zu den grafischen Techniken. Bei diesem Verfahren wird eine Kupferplatte mit einer säurefesten Masse überzogen, um darauf die Zeichnung mit einer Stahlnadel zu übertragen. An diesen Stellen wird die Kupferplatte freigelegt. Im anschließenden Säurebad werden die freigelegten Linien geätzt, die später die Farbe aufnehmen können, die anschließend von dem Papier aufgesaugt wird.

Schattenbild

oder -riß, auch Scherenschnitt genannt, bezeichnet die Darstellung einer Person oder eines Objektes ohne Binnenzeichnung.

Schlachtenmalerei

ist ein eigenständiges Genre der Historienmalerei.

Schraffur

bezeichnet die Zeichentechnik feiner, parallel zueinanderstehender Striche, die eingesetzt wird um eine bessere Schattenwirkung zu erzielen. Werden die Linien durchkreuzt gezeichnet, spricht man von Kreuzschraffur.

Sekkomalerei

ist das Malen auf trockene Wände oder Putz. Sie ist nicht so haltbar wie Freskomalerei.

Skizze

oder Studie nennt man die zeichnerische Übung oder die Vorarbeit für ein Kunstwerk.

Stillleben

ist die Darstellung unbeweglicher Gegenstände in einer bestimmten kunstvollen Anordnung. Vanitasstillleben bezeichnen die Malerei des Vergänglichen.

Tafelbilder

oder -malerei ist ursprünglich die Bezeichnung für Gemälde auf Holztafeln, welche später auch für auf Leinwand gemalte Bilder übernommen wurde.

Temperamalerei

gab es bereits im alten Ägypten und wurde bis ins 15. Jahrhundert ausgeführt. Sie bezeichnet mit Temperafarben gemalte Bilder.

Tuschzeichnung

gibt es bereits seit 1400 Jahren und hat ihre Ursprünge in Japan und China. Gemeint ist die Malerei mit schwarzer Tusche auf Papier oder Seide.

Vedutenmalerei

bezeichnet die getreue Wiedergabe eines Stadt- oder Landschaftsbildes. Eine Sonderform bildet die Idealvedute mit erfundenen Darstellungen.

Wandmalerei

bezeichnet Fresko-, Decken- oder Sekkomalerei, bei der die Gemälde direkt auf Wände und Decken aufgebracht werden.